Quickstop und Rettungsweste

20.04.2017

Wenn es um die Sicherheit an Bord von schnellen, offenen Motorbooten geht, stehen Quickstop und Rettungsweste bei meiner persönlichen Ausrüstung an oberster Stelle.

Als Quickstop wird bei Booten ein Notaus-Schalter bezeichnet, mit dem der Fahrer durch eine Leine verbunden ist. Stürzt der Fahrer innerhalb des Bootes oder geht sogar über Bord, wird der Quickstop ausgelöst und der Motor unmittelbar gestoppt. Das verhindert, dass ein unkontrolliert weiterfahrendes Boot den über Bord gegangenen Fahrer oder unbeteiligte Personen, wie Schwimmer, Paddler oder am Ufer spielende Kinder gefährdet. Leider kommt es durch das Nichtanlegen des Quickstops immer wieder zu tragischen Unfällen, bei denen Menschen durch außer Kontrolle geratene Boote schwer verletzt oder sogar getötet werden.

Bei Gleitern kann schon eine falsch eingeschätzte Welle der Berufsschifffahrt, ein unerwartetes Ausweichmanöver wegen Treibgut oder ein technischer Defekt an der Lenkung ausreichen, um ein Crewmitglied über Bord zu schleudern. Eine Rettungsweste bringt die Person auch nach einem harten, unkontrollierten Aufschlag aufs Wasser zuverlässig zurück an die Oberfläche und hält den Kopf sicher über Wasser. Durch die auffällige Farbe des Auftriebskörpers ist die im Wasser treibende Person außerdem für die eigene Crew, für andere Bootsführer und natürlich auch für Rettungskräfte gut im Wasser zu sehen und schneller zu finden.

 

Für mich ist das freiwillige Tragen von Rettungsweste und Quickstop daher meine persönliche Lebensversicherung beim Bootfahren, egal ob auf dem Rhein oder auf der Nordsee. Moderne Automatikwesten bieten zudem einen so großen Tragekomfort, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird und die Weste immer getragen werden kann.

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