Abreißseil im In- und Ausland

26.07.2017

In Deutschland sind Anhänger, die per Auflaufbremse gebremst werden, mit einem Abreißseil ausgerüstet, welches beim „Verlieren“ des Anhängers zuerst die Feststellbremse des Trailers auslöst und dann abreißt. Aber wie befestigt man das Abreißseil am besten am Zugfahrzeug?

In Deutschland ist es zwar gestattet, das Abreißseil als Schlinge um den Kugelhals zu legen aber wesentlich sicherer ist es, den Karabinerhaken in die speziell dafür vorgesehene Öse am Träger der Anhängerkupplung einzuhaken. Dies gilt ganz besonders bei einem abnehmbaren Kugelkopf.

In den Niederlanden muss das Abreißseil eines Trailers mit Auflaufbremse an einer Öse oder einem Bügel befestigt sein und darf nicht als Schlinge um den Kugelhals gelegt werden. Bei Nichtbeachtung drohen Geldbußen bis zu 230 EUR.

In der Schweiz darf das Abreißseil ebenfalls nicht als Schlinge um den Kugelhals gelegt werden. Bei Nichtbeachtung drohen Geldbußen bis zu 500 Schweizer Franken.

In Österreich reicht es rechtlich aus, das Abreißseil als Schlinge um den Kugelhals zu legen. Beim Fehlen des Abreißseils droht eine Geldbuße von 100 EUR für Fahrzeugführer und Fahrzeughalter.

 

Ein beschädigtes Abreißseil sollte sofort ausgetauscht werden, damit eine einwandfreie Funktion jederzeit sichergestellt ist.

 

Quellen: ADAC 02/2017, CARAVANING 05/2015

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